Katastrophenhilfseinheiten der Feuerwehren aus dem Bezirk Spittal übten gemeinsam
Am 11. April 2026 fand für die F-KAT Bereitschaft der Feuerwehren des Bezirkes Spittal eine groß angelegte Übung statt. Dazu wurde am Gelände der Landesfeuerwehrschule in Klagenfurt ein Stationsbetrieb zum Thema technische Hilfeleistungen nach einem Erdbeben vorbereitet.
85 Teilnehmer aus dem Bezirk verlegten Samstag früh unter dem Kommandanten Harald EBNER in die Landeshauptstadt. Erstmals wurden die Teilnehmer mittels dem Informations- und Alarmierungssystem MOPS zur Übung einberufen. Dabei kann man einen Tag vorher am Handy oder per Email rückbestätigen, ob man an der Übung teilnimmt und welche Qualifikationen man mitbringt. Das erleichtert die Planung für den Übungsstab und war ein Test für den Ernstfall.
Weiters wurde die F-KAT-Bereitschaft 02– bisher Katastrophenhilfszug 02 Spittal genannt – neu strukturiert. Im Bezirk Spittal gibt es rund 240 freiwillige Teilnehmer, die sich für den Einsatz beim Katastrophenhilfszug registriert haben. Damit soll im Bezirk sichergestellt werden, dass mindestens zwei Einheiten mit rund 60 Männer und Frauen und den notwendigen Qualifikationen im Ernstfall auch zur Verfügung stehen.
Bei der diesjährigen Übung am vergangenen Wochenende haben sich am Vortag bereits 85 Männer und Frauen elektronisch angemeldet. Am Samstag um 7 Uhr in der Früh sammelten sich aus allen Tälern des Bezirkes die Teilnehmer beim Gewerbe- und Logistikcenter in Spittal-Ost. Mit 19 Fahrzeugen konnte die Verlegung der 85 Teilnehmer nach Klagenfurt bereits nach 30 Minuten starten.
Am Gelände der Landesfeuerwehrschule wurden die Kommandantenfunktionen und fünf Ausbildungsgruppen für die Übungsobjekte eingeteilt. Die Aufgabenstellungen waren die Bergung von verschütteten Personen nach einem Erdbeben oder nach einem Gebäudeeinsturz sowie die Bergung von Personen und Fahrzeugen aus einem Graben. Am Geländer der LFS wurden dazu der Schuttkegel und das Trümmerfeld des Kat-Ausbildungszentrums sowie ein entsprechendes Gebäude genutzt.
Bis zum Nachmittag wurde in den Gruppen mit unterschiedlichen Geräten und Methoden und mit viel Teamgeist gearbeitet. Oftmals mussten die Teams vor Ort improvisieren, um die Personenrettung unter den tonnenschweren Lasten erfolgreich abschließen zu können. Eigens abgestellte Übungsbeobachter achteten speziell auch auf die Sicherheit, wenn sich viele Personen auf einem instabilen Schuttkegel befanden.
Kommandant der F-Katbereitschaft 02 Harald Ebner war sehr zufrieden mit dem reibungslosen und unfallfreien Ablauf der Übung: „Erstens bin ich stolz über das ungebrochen starke Engagement und die Leistung der Feuerwehrleute aus dem ganzen Bezirk Spittal und zweitens ist die Übung eine top Vorbereitung auf eine landesweite Katastrophenschutzübung im Herbst! Die Übungsbedingungen hier an der Landesfeuerwehrschule sind ideal.“
Ebner konnte unter anderem auch Gäste begrüßen, wie den Landesfeuerwehrkommandant-Stv. Friedrich Monai, Bezirksfeuerwehrkommandanten Kurt Schober und den Kommandanten aller F-Kat-Bereitschaften im Bundesland Libert Pekoll. Seinen Dank richtete Ebner auch an das Team der LAWZ für die kurzfristige Anpassung des Alarmierungsdienstes MOPS. Nach einer Verpflegung beim Landesfeuerwehrverband ging es am späten Nachmittag wieder nach Hause in die jeweiligen Gemeinden.
